Die Thematik des Energieausweises

0

Er ist recht unbekannt und doch eigentlich sehr wichtig: der Energieausweis. Der Energieausweis nämlich gibt an, wie hoch der Energiebedarf des zugehörigen Hauses oder der Wohnung ist. Der Ausweis gibt den energetischen Zustand der Immobilie auf einer Farbskala von rot (gleichbedeutend für hohen Bedarf) bis grün (wenig Bedarf, gute Effizienz) an. Solange man nur selbst in einer Wohnung lebt, ist der Ausweis kaum von Bedeutung – wichtig wird er allerdings, wenn die Wohnung den Besitzer wechselt oder zumindest vermietet werden soll. Für die anzuwerbenden Miet- oder Kaufinteressenten ist der Energieverbrauch ein ebenso wichtiges Kriterium wie z. B. das Alter der Türen und Fenster. Da dies aber ein weniger „offensichtliches“ Kriterium ist, wird es gerne von Verkäufern übergangen, wenn die Wohnung in diesem Fall keine besonderen Qualitäten besitzt. Verschiedenen Erhebungen zufolge konnten oder wollten in den letzten Jahren nur ein Viertel sämtlicher Verkäufer von Wohnungsimmobilien einen Energieausweis vorzeigen. Zu Beginn des Jahres 2013 soll sich dies ändern, da nun Käufer und Mieter verpflichtet sind, auf Wunsch des Interessenten einen Energieausweis vorzuzeigen – andernfalls droht ein Bußgeld in Höhe von mehreren Tausend Euro.

Der Energieausweis rückt in den Mittelpunkt

In einem neuen Entwurf der EnEV (Energiesparverordnung) 2014 taucht zudem der Punkt auf, dass interessierte Mieter oder Käufer auch dann Anrecht haben, einen Energieausweis einzufordern, wenn sie sich nicht auf einer Besichtigung befinden. Ob ein solcher Ausweis vorgelegt werden kann, soll künftig stärker kontrolliert werden. Energetische Merkmale könnten zudem künftig auch schon in den Anzeigen für Immobilien auftauchen. Der vor mehr als 5 Jahren eingeführte Ausweis ist laut neusten Erhebungen immerhin bei fast 80 % aller Deutschen bekannt – er wird also zusehends bekannter, denn laut einer Umfrage aus dem Jahre 2008 war er damals nur knapp 70 % der Befragten ein Begriff. Ähnliche Erhebungen haben auch ergeben, dass ca. 90 % aller befragten Deutschen, die den Energieausweis kennen, ihn als nützlich befinden, da sie so die Kosten einer Wohnung oder eines Hauses vorab genau einschätzen können. Zudem wusste die Mehrheit der Befragten als ihr Recht als potentielle Käufer, den Energieausweis einfordern zu können.

Der Ausweis in zwei Varianten

Man unterscheidet zwei Varianten des Ausweises, die in der Art der Erstellung variieren. Der erste, der Verbrauchsausweis, basiert auf der Heizkostenabrechnung der letzten drei Jahre und ist somit vom Energieverbrauch der augenblicklichen Bewohner abhängig: je größer etwa die Zahl der Bewohner, desto höher ist der Energieverbrauch laut des Ausweises in der Regel; andere Faktoren sind etwa die Zahl der Reisen: wer weniger zuhause ist, heizt weniger. Die zweite Variante ist der Bedarfsausweis. Dieser hat den Vorteil, dass er technisch präziser und von den Bedürfnissen der Bewohner ist: dazu wird die eigene Wohnung von einem Fachmann begutachtet, der dann darüber befindet.

6. Mai 2013 |

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Copyright © 2012 - 2015 baufach-verzeichnis.de