Selbst durchgeführte Reparatur einer verzogenen Haustür

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Gerade bei extremen Temperaturen und starken Temperaturschwankungen kann es rasch vorkommen, dass sich die Haustür verzieht und einen Spalt freilässt, schwerer als gewöhnlich zu öffnen ist oder unangenehm über den Fußboden kratzt; besonders störend ist dabei der starke Zugwind in der Wohnung, der entsteht, sobald man lüftet. Dieses Problem kann man aber in den meisten Fällen schon lösen, indem man selbst Hand anlegt – ohne zusätzliche Mehrkosten durch die Verpflichtung von Handwerkern. Vorab sollte man kundig darüber sein, aus welchem Material die Haustür gefertigt wurde – bei einer einfachen Holztür etwa muss man weitaus weniger Dinge beachten und die Reparatur ist viel einfacher. Bei einer Haustür aus Aluminium oder Kunststoff gestaltet es sich dagegen schwieriger, und ist zusätzlich noch Glas in einige Flächen der Tür eingesetzt, sollte man besonders bedächtig damit umgehen. Als nächsten Schritt sollte man untersuchen, weshalb die Haustür überhaupt verzogen ist. Die Ursache muss durch eigene Kraft behoben werden können – wenn die Gefahr besteht, dass sie sich andernfalls erneut verzieht, sollte man lieber jemanden engagieren, um das Problem endgültig zu beseitigen. Eine verbreitete Ursache ist Feuchtigkeit oder ein über die Zeit abgesackter Fußboden; bei frischen Wohnungen kann sich zudem die Wand leicht verziehen.

Der Ablauf der Reparatur

Holz ist als Rohstoff am leichtesten zu bearbeiten; zu beachten ist allerdings, dass man dennoch mehr Zeit bei Türen aus Hartholz wie z. B. Eiche investieren muss als bei weichem Holz. Man sollte über Holzkeile und -plättchen von geringer Dicke verfügen. Wenn das obere Ende der Tür oder die Schlossseite unter der Beschädigung leidet, empfiehlt es sich, entgegengesetzt zur Verwerfungsrichtung einzuspannen. Die Plättchen aus Holz sollten Sie nun zwischen dem Rahmen und dem Türblatt einspannen. Daraufhin sollten Sie die Tür mit großer Kraft zupressen. Wenn Sie dies nicht alleine bewältigen, können Sie auch mit einem oder zwei Helfern anrücken – je stärker die Tür verformt ist, desto mehr Kraft ist vonnöten, um sie wieder in ihre Ausgangsform zu bringen. Wenn die Tür auf der Seite des Schlosses zuerst schließt, befestigen Sie die Plättchen zwischen Rahmen und Tür. Die untere Türhälfte sollte nun festgekeilt werden – ist die Verformung nicht zu stark, nimmt die Tür nun rasch wieder ihre ursprüngliche Form an.

Was zu bedenken ist

Für die Keile und Holzplättchen sollte kein Holz verwendet werden, was eine stärkere Härte als das Holz der Tür besitzt, andernfalls kann die Tür selbst beschädigt werden. Bei Türen aus Schwerholz können Sie, wenn Sie erfolglos bleiben, zudem probieren, die Tür mittels eines Schleifgeräts wieder geradezurücken. Die hier geschilderten Maßnahmen sollten in dieser Form nur bei Holztüren verwendet werden – wendet man bei denen zu viel Gewalt an, kann es leicht zu bleibenden Schäden kommen, da diese Materialien nicht wie Holz form- und dehnbar sind.

13. Mai 2013 |

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