Bausparvertrag als Grundlage einer Sanierung?

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Ganz egal, ob es sich um Ihre Wohnung oder um eine geschäftliche Immobilie wie etwa ein Büro handelt, irgendwann steht eine Sanierung an. Je nachdem, wie viel Sie beim Bau in die Qualität der Wohnung investiert haben, und wie lange Sie eine Sanierung herauszögern, kann der Umfang der zu sanierenden Bestandteile ganz unterschiedlich sein. Bei großen Sanierungen stellt sich rasch die Frage, wie man sie finanziert, ob man etwa das sorgfältig gesparte Geld nun investieren will oder ob sich andere Möglichkeiten bieten. Eine Variante ist die Finanzierung mittels eines Bausparvertrages. Es wird rasch vergessen, dass sich Darlehen von Bausparverträgen nicht nur nutzen lassen, um Wohnungen zu erwerben oder zu errichten, sondern auch, um sie zu renovieren, modernisieren oder umzubauen.

Eine energetische Sanierung

Wenn der Verbrauch der Energie durch die Sanierung sinkt, spricht man von einer energetischen Sanierung. So etwa können die Kosten für die Warmwassererzeugung oder die Heizkosten sinken. Diese energetische Sanierung wird seit der Einführung der neuen EnEV 2008, der Energiesparverordnung, zunehmend wichtiger. Nach der neuen Verordnung muss etwa jeder Verkäufer einer Immobilie in der Lage sein, dem potentiellen Käufer einen Energieausweis für das Gebäude vorlegen zu können. In diesem sind die Details über den Energieverbrauch des Gebäudes ausführlich dargelegt. Die energetische Ausstattung der Gebäude ist seither immer mehr ins Blickfeld gerückt; zuvor wurde der energetische zustand des Hauses gerne vernachlässigt, obwohl er auch ein wichtiges Kaufargument sein kann.

Die Finanzierung mittels eines Bausparvertrages

Sofern das Guthaben des Vertrags die Kosten der Sanierung decken können, kann dieses dafür verwendet werden; der genaue Zweck ist nicht vorgeschrieben. Man muss nur einige Schritte beachten: zuerst sollte man auf die Mitteilung über die Zuteilungsreife des Vertrags warten und gegenüber der Bausparkasse die Inanspruchnahme des Darlehens bekanntgeben. Die Sanierung sollte dann im zugehörigen Formular exakt deklariert, die Bestätigung abgewartet werden – erst anstehen kann man die Überweisung des Darlehensbetrages erwarten.

Nachteile des Bausparvertrags

Bevor man den Bausparvertrag verwendet, sollte man sichergehen, dass er auch die sinnvollste Lösung ist. Im Augenblick etwa sind die Zinsen bei Baudarlehen relativ niedrig, während sie bei früheren, u. U. Noch laufenden Bausparverträgen deutlich höher waren. Es ist dann nicht immer sinnig, dann das Bauspardarlehen zu verwenden. Daher sollte man zuvor nachsehen, wie hoch die festgeschriebenen Zinsen im Bausparvertrag sind, und diese daraufhin mit den Zinsen des aktuellen Marktes zu vergleichen. Es kann manchmal auch lohnenswert sein, den bestehenden Bausparvertrag für spätere Sanierungs- oder Bauvorhaben aufzusparen, für den Fall, dass die Zinsen dann wieder deutlich höher sind.

12. August 2013 |

Ein Kommentar zu “Bausparvertrag als Grundlage einer Sanierung?

  1. Tom sagt:

    Wie jede andere Anlagemöglichkeit bietet auch der Bausparvertrag seine Vor- und Nachteile und diese sollte man sich vorher genau anschauen, bevor man sich dafür oder auch dagegen entscheidet. Früher spielte der hohe Zinssatz eine große Rolle, um sich für einen Bausparvertrag zu entscheiden, mittlerweile ist dieser jedoch auch immer weiter gesunken, was auch nicht unbedingt dafür spricht.

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