Carport selbst bauen

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Wer sein Auto vor den Unbilden der Witterung schützen und gut behütet wissen möchte, entscheidet sich früher oder später für den Bau eines Carports. Unzählige Modelle und Bauvarianten finden sich auf dem Markt und Interessenten haben hier die sprichwörtliche „Qual der Wahl“. Doch neben den Kauf eines fertigen Carports, kann man diesen auch in Eigenregie erreichten.

Richtige Planung als wichtige Grundlage

Wie bei allen Bauprojekten, ist die ordentliche Planung des Vorhabens eine der grundlegenden Vorbereitungen. Auch hier gilt, dass eine gute Planung die Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Bauprojekt ist!

Zunächst sollte die Größe des zu errichtenden Carports geplant werden. Entscheidend hierbei ist, dass Standort und Grundfläche festgelegt sowie der bauliche Untergrund festgestellt werden. Auch die zu verwendenden Baumaterialien sollten bereits hier berücksichtigt werden.

Vor Baubeginn müssen immer die örtlich geltenden Baubestimmungen abgeklärt werden. Dies gilt nicht nur, wenn der neue Carport an der Grundstücksgrenze errichtet werden soll. Wenngleich für einen Carport fast nie eine Baugenehmigung erforderlich ist, sollte hier bereits vor Baubeginn gründlich die Sachlage geklärt werden.

Gegebenenfalls empfiehlt es sich auch, bei einer Grenzbebauung mit dem Eigentümer des Nachbargrundstücks in Kontakt zu treten. So lassen sich bereits im Vorfeld mögliche Schwierigkeiten und gegebenenfalls langjährige Nachbarschaftsstreitigkeiten vermeiden.

 

Carport

Unterbau und Statik hinreichend berücksichtigen

Ferner ist zu prüfen, wie sich der bauliche Untergrund gestaltet, ob Befestigungsarbeiten im Vorfeld nötig sind und wie die Fläche des Carports nach dessen Fertigstellung aussehen soll. Viele Bauherren entscheiden sich hier für eine gepflasterte Fläche, wobei ein entsprechender Unterbau zu berücksichtigen ist.

Es empfiehlt sich, die Bodenfläche vor der eigentlichen Errichtung des Carports fertig zu stellen, da spätere Bodenarbeiten die Standfestigkeit eines bereits errichteten Carports negativ beeinflussen können. Bei einer Einfahrt mit Gefälle ist eine Neigung zu wählen, die auch in den Wintermonaten passierbar bleibt.

Ebenfalls in der Planung sollte dem Thema „Statik“ ein gründliches Augenmerk geschenkt werden. Denn erfolgt eine massive Eindeckung sind andere Baumaterialien zu verwenden, als bei einer Eindeckung beispielsweise mit so genannten Doppelstegplatten. Zusätzlich zu eigentlichen Statik müssen auch zusätzliche Lasten – wie diese etwa in den Wintermonaten durch Schnee entstehen können – berücksichtigt werden.

Baumaterial optimal auswählen

Im Rahmen der Planungen sind insbesondere Baumaterialien sorgfältig zu wählen. Dies gilt in erster Linie für die Tragkonstruktion und für die Dacheindeckung.

Neben den statisch festgelegten Größen für die zu verwendenden Hölzer, muss auf eine entsprechende Qualität des Holzes geachtet werden. Optimal ist hier der Einsatz von so genanntem Brettschichtholz, da dieses seine Form behält. Wer hier sparen will, kann alternativ auch so genanntes Konstruktionsvollholz (KVH) verwenden, welches ebenfalls als resistent gegen Verwerfungen gilt.

Bereits vorbehandeltes Holz (kesseldruckimprägniert) sollte vorzugsweise, aber nicht zwingend, verarbeitet werden. Da die Holzteile der Konstruktion im Regelfall während der Bauphase noch lasiert oder mit Lackfarben behandelt werden, ist auch derart ein entsprechender Witterungsschutz sichergestellt.

Bei den verwendeten Kleinmaterialien – beispielsweise Pfostenanker, Schrauben und Winkel – ist darauf zu achten, dass diese entsprechende Qualitäten aufweisen und feuerverzinkt bzw. in anderer Art und Weise für eine lange Lebensdauer vorbereitet sind.

Während sich die Materialauswahl bei einer massiven Eindeckung mittels Dachsteinen vergleichsweise einfach gestaltet, sind bei einem Flachdach einige Dinge zu beachten. So genannte Stahltrapezbleche lassen sich mittels Schrauben unkompliziert auf der Unterkonstruktion des Daches befestigen. Werden hingen Doppelstegplatten verwendet, bedarf es hier oftmals zusätzlicher Befestigungsmaterialien in Form von Schienen oder speziellen Montageelementen. Im Zweifelsfall sollten sich Bauherren hier im Baumarkt bei der Auswahl beraten lassen!

20. August 2015 |

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